Du bist nun weg, wirst immer leiser,
Kann Deinen Herzschlag kaum noch hoer`n,
Und meine Stimme wird nur heiser
Vom langen Rufen und vom Zorn.

Ich ruf nach Dir jede Sekunde,
Doch Du bist so untroestlich fern,
Weiss nicht woher im Herz die Wunde,
Ich weiss nur - ich hab` Dich so gern.

Das ganze Haus ist heut` am Summen,
Ganz froehlich spielt das Grammophon,
Die Sonne scheint, sind schoen die Blumen,
Nur merk` ich leider nichts davon.

In meinem Zimmer ist es dunkel
Und die Vorhaenge ganz fest zu,
Doch mein Herz hoert nicht auf zu funken,
Und nur mein Spiegel schaut mir zu.

Ich hab`s versucht, Dich zu vergessen
Und sagte zu mir selber: Halt!
Das Herz tat weh, fragt sich bloss wessen,
Bestimmt nicht Deins, Du bist so kalt.

Verschwindest leicht am fruehen Morgen,
Ich hab` von Dir nicht mal `ne Spur,
Du hinterlaesst immer nur Sorgen,
Bloss Leid und Ungewissheit pur.

Und nun bin ich die naechste Beute...
Wie ueberleb` ich diesen Tag,
Im selben Bett, wo ich noch heute
In Deinem Arm so gluecklich lag?

Denn ohne Dich ist`s mir so schwindlich,
Ich werd`s nicht schaffen ohne Dich,
Ich weiss - ich werde Dich noch finden,
Ich will Dich haben nur fuer mich...

Versteh` - ich brauch` Dich nur fuer mich...
 
 

28.12.2001