Wir sind nun auf der Flucht,
Wir rennen um das Leben,
Doch das ist laengst verflucht,
Der Rueckweg voller Scherben.

Wir wollten gluecklich sein,
Wir wollten danach streben
Und keinen Tropfen Wein
Fuer spaeter uns aufheben.

War das zu viel verlangt,
Die Freiheit, die wir wollten -
Zu wissen, was uns lag
Und was wir wachen sollten?

Der Himmel ist zu blau,
Die Sonne wird zur Folter,
Denn unser Tag ist grau,
Doch was uns heute holt er?

Wir finden kein Zuhaus,
Auf dieser fremden Erde,
Obwohl sie uns durchaus
Erkennt in ihrer Herde.

Auf dieser grossen Welt
Ist kein Fleck aufzuhellen,
Auf dem wir unser Zelt
Gefahrlos nun aufstellen.

Die Ritter dunkler Macht
Uns pusten in den Nacken,
Wir fliehen in die Nacht,
Sie treten in die Hacken.

Das Glueck ist noch dabei,
Doch spaetestens am Morgen
Ist alles dann vorbei -
Das Ende aller Sorgen.

***

Ob wir den tiefen Stich
Von hinten hin zum Herzen
Noch spueren, wenn das Licht
Verlaesst uns ohne Schmerzen?..
 
 

21.02.2002